Warum die richtige Anzahl entscheidend ist
Zu wenige Durchführungen zwingen dazu, mehrere Kabel in eine einzige Öffnung zu quetschen — das erhöht das Beschädigungsrisiko der Isolation und macht eine saubere Abdichtung unmöglich. Die richtige Planung spart Zeit, Material und Nacharbeit.
Grundregel: Ein Kabel, eine Durchführung
Pro PV-Kabel eine Dachdurchführung — für Strangkabel (DC+ und DC−), Erdungskabel sowie Monitoring- und Datenkabel. Die meisten String-Wechselrichter haben 2–4 MPPT-Eingänge, was 4–8 DC-Kabel ergibt.
Berechnung nach Anlagengröße
Bis 10 kWp (1 Wechselrichter)
Formel: Strings × 2 + 1 Erdungskabel. Bei 2 Strings = 5 Durchführungen, ggf. plus Monitoring.
10–30 kWp (2–3 Wechselrichter)
Mehrere Kabelsätze. Kabel können gebündelt werden — die 150-mm-Durchführung bietet Platz für dickere Querschnitte.
Ab 30 kWp (gewerblich)
Kabelplanung als Teil des Ausführungsplans. Kabelkanäle und Rohrdurchführungen erleichtern spätere Nachrüstungen.
Checkliste für die Bestellung
- Strings × 2 (DC+/DC−) berechnen
- Erdungs- und Monitoringkabel einplanen
- 10–15 % Puffer für Nachbestellungen
- Kabelquerschnitt prüfen, passende Größe (105/125/150 mm) wählen
Fazit
Faustregel: Pro Kabel eine Durchführung, plus Puffer. B2B ab 20 Stück — Staffelpreise decken aktuelle und nächste Anlage ab.
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